Triggerpunktbehandlung

Welche Bedeutung haben Triggerpunkte?



Triggerpunkte sind bei akuten und chronischen Schmerzen sehr häufig zu finden. Der klassische Nackenschmerz ist meistens durch Triggerpunkte verursacht. Auch Beschwerden nach einem Bandscheibenvorfall können durch Triggerpunkte unterhalten werden.
Leider ist dieses Phänomen v.a. in der Orthopädie nicht sehr verbreitet, wo eher nach morphologischen Veränderungen (z.B. am Knochen oder der Bandscheibe) gesucht wird. Im Gegensatz zu diesen Verschleißerscheinungen, die in der Regel nicht behandelbar sind, können Triggerpunkte gut angegangen werden. Dadurch kann häufig zügig (zumindest beim akuten Schmerz) eine deutliche Linderung bzw. Schmerzfreiheit erzielt werden.

 
Wie wird ein Triggerpunkt behandelt?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Triggerpunkttherapie.

  • Ein-Nadel-Akupunktur / Triggerpunktakupunktur (Dry Needeling): Dabei wird der Triggerpunkt mit einer Akupunkturnadel angestochen und stark gereizt, bis der Patient einen ausstrahlenden Schmerz verspürt. Meistens wird die Nadel dann sofort entfernt. Die Triggerpunktakupunktur ist auch in Kombination mit einer traditionell chinesischen Akupunktur möglich.
  • Neuraltherapie / Therapeutische Lokalanästhesie (“Spritze”): Es handelt sich um Injektionen mit Procain oder einem anderen Lokalbetäubungsmittel in den Triggerpunkt. Dadurch werden die Schmerzfasern betäubt und der Verspannungspunkt gelockert. Weitere Informationen zur Neuraltherapie finden Sie hier.
  • Kinesio-Tape: Es handelt sich um eine Behandlung mit bestimmten elastischen Tape-Verbänden, die helfen können, einen Triggerpunkt zu lösen bzw. einen Muskel zu dehnen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Dehnungsbehandlung: Unterstützend zur Triggerpunkttherapie sind Dehnübungen hilfreich, um den in der Regel verspannten Muskel zu lockern. In manchen Fällen treten Triggerpunkte auch bei schwachen Muskeln auf, dann ist eine Kombination aus Kräftigungs- und Dehnübungen zu empfehlen.
  • Ausgleich einer Fehlhaltung oder -belastung: Häufig ist eine Fehlhaltung oder -belastung Ursache für einen Triggerpunkt. Deshalb sollte nach Haltungsstörungen gesucht und durch geeignete Maßnahmen (z.B. Umhängetaschen nicht immer rechts tragen) Abhilfe geschaffen werden.
  • Krankengymnastik / Manuelle Therapie: Bei komplexen oder chronischen Störungen kann eine unterstützende Physiotherapie (Krankengymnastik) hilfreich sein. Das gilt vor allem bei Beckenschiefstand, Skoliose und Kiefergelenksstörungen.
Was sind typische Triggerpunkt-Erkrankungen?
  • Gesichtsschmerz
  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne
  • Nackenschmerz
  • Schulterschmerz
  • “Tennisellbogen”
  • Rückenschmerz
  • Gesäß- und Hüftschmerz
  • Wadenschmerz