Rückenschule

Zielgruppen der Rückenschule sind Personen

  • die sich wenig bewegen (<1 Stunde körperlicher Aktivität pro Woche),
  • die schon Rückenschmerzen hatten, da Rückenschmerzen den stärksten Prädiktor darstellen, wieder Rückenschmerzen zu bekommen,
  • die Risikofaktoren für Rückenschmerzen aufweisen (z. B. Arbeitnehmer die Lasten manuell bewegen müssen),
  • Teilnehmer mit ärztlich abgeklärten unspezifischen Rückenschmerzen, vor allem im frühen Stadium der Chronifizierung, und
  • Personen mit chronischen Rückenschmerzen, da Rückenschul- und Bewegungsprogramme von besonderer Bedeutung in der Behandlung von Rückenschmerzen sind.

Die Ansteuerung der Leitziele „Rückengesundheit fördern“ und „einer Chronifizierung vorbeugen“ erfolgt in Anlehnung an die Kernziele bewegungsbezogener Gesundheitsprogramme:

  • Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen
  • Stärkung der psychosozialen Gesundheitsressourcen
  • Aufbau von und Bindung an gesundheitsorientierte Aktivität
  • Sensibilisierung für haltungs- und bewegungsförderliche Verhältnisse
  • Verminderung von Risikofaktoren für Rückenschmerzen
  • Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden.

Die Rückenschule nutzt dazu folgende Inhalte zur Erreichung der o.g. Ziele.

  • Übungen zur Körperwahrnehmung
  • Übungen zur Verbesserung der motorischen Grundeigenschaften
  • Kleine Spiele, Spielformen und Parcours
  • Vorstellung von Life-Time-Sportarten
  • Übungen zur Haltungs- und Bewegungsschulung
  • Entspannungsmethoden
  • Strategien zur Stressbewältigung
  • Strategien zur Schmerzbewältigung
  • Strategien und Hinweise zur Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Wissens- und Informationsvermittlung

Die Wirksamkeit von Rückenschulprogrammen als präventive Maßnahme gegen „unspezifische“ Rückenschmerzen ist mit moderater bis starker Evidenz gesichert. Das gilt besonders für Programme mit chronischen Rückenschmerzenpatienten, für Programme am Arbeitsplatz und für Programme, die einen umfangreichem aktiven Übungsanteil beinhalten.