Elektrotherapie

Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme oder Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen.

Die Elektrotherapie nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind.

 

Das kann nicht nur auf direktem Wege geschehen, sondern auch indirekt, indem elektrische Energie in Wärme oder mechanische Energie umgesetzt wird. In vielen Fällen ist Elektrotherapie eine sinnvolle alternative Therapieform – eine „Medizin“ ohne Verfallsdatum und frei von Nebenwirkungen.

Im Rahmen physiotherapeutischer Behandlung hilft die Elektrotherapie bei:

 

  • Akuten und chronischen Schmerzzuständen (nieder- und mittelfrequente Stromimpulse)
  • Peripheren und zentralen Lähmungen (nieder- und mittelfrequente Stromimpulse)
  • Störungen des vegetativen Systems (niederfrequente Stromimpulse)
  • Inkontinenz (Stromimpulse mit ggf. gleichzeitiger Rückmeldung mittels Biofeedback)
  • Tinnitus (mit mittelfrequenten Stromimpulsen mittels einer Kissenelektrode)
  • Durchblutungsstörungen (durch nieder-, mittel- und hochfrequente Stromformen)

 

Behandlungsziele der Elektrotherapie:

 

  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungsverbesserung
  • Wiederherstellung der gestörten Muskelfunktion, Vorbeugung von Muskelschwund (Atrophieprophylaxe)
  • Wiederholtes Bewegen zur Anbahnung bei zentralen Lähmungen
  • Beeinflussung vegetativer Vorgänge, z.B. bei vermehrter Schweißbildung

Ultraschalltherapie

Ultraschallbehandlung (Ultraschalltherapie):

Bei der Ultraschalltherapie wird ein Schallkopf über die erkrankte Stelle (Areal) geführt, die zuvor mit Kontaktgel für eine optimale Übertragung des Schalls überdeckt wurde. Die erkrankte Stelle gilt es möglichst genau einzugrenzen. Pro Areal dauert die Ultraschallbehandlung zwischen einer und zwei Minuten. Chronische Erkrankungen werden bei einer Ultraschalltherapie bis zu 10 Minuten behandelt. Pro Sitzung sollten nicht mehr als 3 Areale behandelt werden.

Der Ultraschall hat 2 verschiedene Effekte. Zum einen den mechanischen Effekt und zum anderen den thermischen Effekt.

 

Mechanischer Effekt der Ultraschalltherapie:



Es handelt sich hierbei um eine Vibrationswirkung. In den behandelten Geweben wird durch die Ultraschallschwingungen eine Kompression und Expansion verursacht, und zwar mit derselben Frequenz wie der des Ultraschalls. Dies führt zu Druckschwankungen in den Geweben. Auf Grund dessen wird dieser mechanische Effekt auch als Mikromassage bezeichnet.

Thermischer Effekt der Ultraschalltherapie:



Der thermische Effekt ist die bekannteste Wirkung des Ultraschalls. Durch die Mikromassage der Gewebe entsteht Reibungswärme. Dies kann jedoch bei Anwendung der Ultraschalltherapie  zu Problemen führen:

 

Eine Vielzahl von Erkrankungen geht mit Durchblutungsstörungen einher. Der Körper ist als Folge dessen nicht im Stande, die durch den Ultraschall erzeugte Wärme zu absorbieren. Folglich kommt es zu einer Temperaturzunahme. Diese kann bei akuten Verletzungen nachteilige Wirkungen erzeugen, weswegen es sich empfiehlt bei derartigen Verletzungen mit der Anwendung der Ultraschalltherapie ein paar Tage zu warten. Weiterhin ist hierbei aber zwischen dem Impulsschall und dem Dauerschall zu unterscheiden. Beim Impulsschall ist die Wärmebildung deutlich geriner als beim Dauerschall, so dass bei der Ultraschalltherapie ausschließlich der Impulsschall zum Einsatz kommt.

Chancen der Ultraschalltherapie:



Aus der Ultraschalltherapie ergeben sich als physiologische Reaktion auf die oben beschriebenen mechanischen und thermischen Wirkungen folgende wichtige Effekte:

  • Förderung der Durchblutung
  • Entspannung der Muskeln
  • bessere Durchlässigkeit von Gasen und/oder Flüssigkeiten in den Membranen
  • Verbesserung des Regenerationsvermögens der Gewebe
  • Schmerzlinderung (u.a. durch Verbesserung der Gewebedurchblutung, Senkung des Säuregrades bedingt)